
Lernen und Staunen mit
dem HEBMan
Ihr habt Eure Zeitungen und Eure Schulhefte in den Papiercontainer oder in die blaue Tonne geworfen. Prima! Aber wie geht`s dann weiter?
Altpapier stellt in Deutschland den wichtigsten Sekundärfaserstoff dar, da 50 Prozent des Faserbedarfs mit Altpapier gedeckt werden können. Beim Altpapier werden zunächst zwei Qualitätsstufen unterschieden. Unbedrucktes Altpapier sind zum Beispiel in Papierfabriken anfallende Schnittabfälle. Bedrucktes Altpapier sind oben erwähnte Zeitungen, Schulhefte, Verpackungen und so weiter.
Mit diesem Material stellt man Graupappe oder Verpackungskarton her. Will man es allerdings zu echtem Altpapier verarbeiten, muss das bedruckte Altpapier von der Druckerfarbe befreit werden. Dieser Entfärbungsvorgang heißt in der Fachsprache Deinking.
Für die Vorstellungskraft: Die Süddeutsche Zeitung braucht für eine normale Ausgabe ungefähr siebzig solcher Rollen à 1,60 Meter Breite.
Bedauerlicherweise sind dem Recycling auch Grenzen gesetzt, denn Papier kann nicht unendlich oft recycelt werden. Bei jeder Wiederverwertung nimmt die Qualität der Faser ab, da sie mit jedem Mal ein Stück kürzer wird. Wenn die Faser immer kürzer wird, führt das zu einem Papier, dass nur noch eine geringe Reißfestigkeit aufweist.
Recyclingpapier ist für die Umwelt eine gute Sache. Im Vergleich zur Neuproduktion von Papier wird beim Papierrecycling rund 40% Energie eingespart. Ein einziges Paket Recyclingpapier mit 500 Blatt spart im Vergleich zu Frischfaserpapier die Menge Energie, die eine 100 Watt Glühlampe 44 Stunden lang brennen ließe oder eine gleich helle Energiesparlampe 260 Stunden. Zusätzlich werden 50% Wasser eingespart. Bereits kleine Mengen Recyclingpapier können Großes bewirken, denn schon sechs Blatt Recyclingpapier sparen einen Liter Wasser. Und nicht zuletzt werden für Recyclingpapier 98% weniger Holz benötigt. Echt gut für die Umwelt, findet der HEBMan!