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Katis kleine Müllgeschichte

Kati und die Frage: Wohin mit dem Müll?

Ab in den Keller

Immer bevor der Winter kommt, räumt Kati mit ihren Eltern den Keller auf. Auch dieses Jahr ist es wieder soweit. Es ist Wochenende ist und draußen regnet es in Strömen. Daher schlägt ihre Mutter vor, heute aufzuräumen. Gemeinsam steigen sie die steile Treppe hinunter in den Keller. „Hoffentlich fällt mir keine Spinne auf den Kopf“, denkt sich Kati und schaut ängstlich zur Decke hinauf. Als sie als Letzte unten ankommt, brennt schon das Kellerlicht und von irgendwelchen Spinnen ist nichts zu sehen.

Aufräumen und Entdecken

Ihr Vater schaut sich im Keller um und wundert sich: „Was hier alles noch rum liegt, mein kaputter Akkuschrauber vom Sommer, alte Farbeimer und bergeweise Kartons.“ Kati packt mit an und wühlt sich durch die verschiedenen Sachen. „Schau mal, meine CD-Sammlung und mein altes Holzspielzeug“, ruft sie überrascht. Ihre Mutter kommt ihr mit Tüten entgegen und sagt: „Was du nicht mehr brauchst, kommt hier hinein. Die Sachen, die Du behalten willst, verstauen wir in dem Regal an der Wand“. Und schon nach einer Stunde waren alle Kisten durchgeschaut und die Ecken leer geräumt.

Nicht alles wegwerfen!

„Ich alles durchgesehen, was Du nicht mehr haben möchtest und die Spielsachen herausgenommen“, sagt die Mutter. „Was hast du damit vor?“, fragt Kati neugierig. Ihre Mutter lächelt: „Wir fahren zum Kinderheim. Da kann man  Spielsachen als Spenden abgeben. Schau noch mal alles durch, ob du nicht doch etwas davon behalten willst“. Kati nimmt sich die Tüten vor und wird fündig: „Den behalte ich“, ruft Kati und drückt ihren Plüschlöwen fest an sich. „Der hat eine besondere Bedeutung für mich. Oma hat mir den Löwen nämlich zu meinem 8. Geburtstag geschenkt.“

Im Kinderheim

Kati und ihre Mutter fahren mit den Tüten voller Spielzeug im Kofferraum zum Kinderheim. Dort geben sie die vielen schönen Sachen persönlich bei einer Mitarbeiterin ab. Und da kommen auch schon die Kinder angelaufen und stürzen sich aufgeregt auf die Tüten. Als Kati ihre strahlenden Augen sieht, weiß sie sofort: Ihre Spielsachen werden den Kindern noch lange und viel Freude machen. „Jetzt müssen wir aber los“, sagt Katis Mutter und deutet auf ihre Armbanduhr. „Wir fahren zum Bringhof des HEB!“

Wo ist Papa?

Sie packen die Tüten und die Kartons mit den Sachen ins Auto, die entsorgt werden sollen, als Kati plötzlich zusammenzuckt: „Wo ist eigentlich Papa?“ Ihre Mutter überlegt: „Also zuletzt waren wir im Keller und haben Sachen aussortiert. Dann wollten wir zum Kinderheim und ich habe den Keller abgeschlossen. Oh, nein! Dein Vater ist noch da unten!“ Aufgeregt laufen sie ins Haus und suchen den Kellerschlüssel. Als sie ihn gefunden haben, schließen sie die Kellertür auf. Katis Papa kommt langsam die Treppe hinauf und grummelt: „Ich dachte schon, ihr hättet mich vergessen. Aber jetzt seit ihr ja wieder da“, grinst er versöhnlich.

Bringhof und Sondermüllsammelstelle

Zu dritt steigen sie ins Auto und fahren zum Bringhof an der Müllverbrennungsanlage. Zuerst melden sie bei der HEB-Mitarbeiterin in der Waage an, dass sie nur Wertstoffe abgeben möchten. Das Abgeben von Altpapier, alten Kartons, Elektromüll oder auch gefährlichen Dingen, wie Leuchtstoffröhren oder Altöl kostet keinen Cent. Sie fahren mit dem Auto durch die Schranke und werden von einer Hofmitarbeiterin eingewiesen. „Die alten Lackdosen können Sie hier auf den Tisch der Sondermüllsammelstelle legen. Den Akkuschrauber können Sie in den Container werfen. An den Schildern können Sie erkennen, was in welchen Container gehört“, sagt die freundliche Frau.

Eine Führung nur für Kati

„Während deine Eltern die Sachen entsorgen, kann ich dir den Hof mal zeigen“, schlägt die Mitarbeiterin vor. „Also am Eingang, der sogenannten Waage, werden die großen Müllautos verwogen. Das heißt, es wird geguckt, wie viel Müll angeliefert wird. Dann fahren die Müllwagenfahrer zur Müllschleuse. Dort wird der Müll abgekippt. Als eines der großen Fahrzeuge gerade den Müll abkippt, tritt Kati sofort ein paar Schritte zurück. „Puh, das stinkt aber“, sagt sie und hält sich die Nase zu. Vorsichtig guckt Kati in die Schleuse und erhascht einen Blick auf den dahinterliegenden Müllbunker: „Von dort aus wird der Müll in mit einem großen Greifer in die Kessel gehoben“ erklärt die Frau. „Dorthin dürfen aber nur die Mitarbeiter des HEB. „Damit niemand so dicht an die Müllschleuse gehen muss, gibt es für Besucher wie dich unseren Bringhof. Hier stehen unterschiedliche Container und die Sondermüllsammelstelle. Denn Wert- und Schadstoffe müssen vom normalen Hausmüll getrennt gesammelt werden. Sondermüll, also schadstoffhaltige Abfälle, sind zum Beispiel Leuchtstoffröhren, Batterien, Laugen, Säuren und Öl. Da diese Abfälle für Mensch, Tier und Umwelt gefährlich sind, müssen sie besonders gelagert und entsorgt werden. Hier auf dem Bringhof stehen Container bereit, in denen Wertstoffe wie Papier, Pappe, Glas, Verpackungsmüll und Elektroschrott gesammelt werden. Das ist wichtig, weil diese wiederverwertet werden können. Es muss nicht so viel neu hergestellt werden und die Rohstoffe bleiben der Natur länger erhalten.“

Kleines Geschenk mit großer Wirkung

Zum Schluss will die Hofmitarbeiterin Kati noch ein kleines Geschenk mitgeben.
„Hier, der ist für dich. Das bekommt jeder, der so nett ist wie du“ sagt die Frau lächelnd und drückt Kati den HEB-Hamster aus Stoff in die Hand. „Danke“, freut sich Kati und nimmt sich vor, dass sie immer wenn sie mit ihren Eltern den Keller aufgeräumt hat, die Wert- und Schadstoffe hierher bringt.

Gelernt hat sie, dass es wichtig ist Abfall richtig zu entsorgen, damit es den Menschen und der Umwelt gut geht. Zudem weiß sie auch, dass alte Sachen nicht weggeworfen werden müssen, sondern auch anderen noch eine Freude machen können. Und als Erinnerung stellt sie den kleinen orange-farbenen Hamster auf ihren Schreibtisch.